Wissen-DURCH-BLICK

Wissen schaf[f]t Durchblick - mit Linsen in fremde Welten!

Kurzbeschreibung

Dieses Projekt hatte vor, Wege zur praktischen Umsetzung innovativer naturwissenschaftlich-technischer Bildungsarbeit aufzuzeigen und PädagogInnen bei der Umsetzung und Integration des Themas in den Unterricht zu unterstützen. Ein wichtiger Aspekt dabei war die Entwicklung, Erweiterung und Nutzung von Netzwerken unter den BildungspartnerInnen und den Stakeholdern.

Kinder und SchülerInnen im Alter von vier bis 18 Jahren wurden anhand des Themas altersgerecht mit Denk- und Arbeitsweisen von Naturwissenschaft und Technik vertraut gemacht und erhielten Zugänge zu regionalen Forschungs- und Innovationssystemen. Dies erfolgte auf der Basis des so genannten "forschenden Lernens" und eines sozialkonstruktivistischen Verständnisses von Bildung und Lernen. Darüber hinaus wurde ein nachhaltiger Wissenserwerb durch Peer-Mentoring gefördert.

Hintergrund & Ausgangslage

Das Projekt zielte einerseits darauf ab, Wege zur praktischen Umsetzung innovativer naturwissenschaftlich-technischer Bildungsarbeit aufzuzeigen und PädagogInnen bei der Umsetzung dieser innovativen Vermittlungsformen zu unterstützen. Dabei ging es vor allem um naturwissenschaftsdidaktische Vermittlungsmethoden und um naturwissenschaftliches Projektmanagement, das besonders auf die Entwicklung und Erweiterung von Netzwerken Wert legt.

Hiervon sollten auch die wissenschaftlichen und wirtschaftlichen KooperationspartnerInnen profitieren, indem sie ihre Sichtweisen, Arbeitsmethoden aber auch Erwartungen an das Bildungssystem darstellen konnten. Erstmalig wurden auch LehramtskandidatInnen einbezogen und konnten neben inhaltlichen Inputs auch das Netzwerk erweitern.

Andererseits verfolgte das vorliegende Projekt das Ziel, Kindern und Jugendlichen im Alter von 4 bis 18 Jahren die Gelegenheit zu geben, sich mit naturwissenschaftlich-technischen Themen zu beschäftigen - durch eigenständiges Forschen und Untersuchen, unter Einbeziehung von ExpertInnen, und bei Exkursionen zu Forschungseinrichtungen und innovativen Unternehmen.

Aktivitäten & Ergebnisse

Durch das Projekt konnten Kinder naturwissenschaftliche Arbeitstechniken und Denkweisen kennenlernen und erproben und wurden zum Hinterfragen und zu wissenschaftlichem Fragen hingeführt. In den Kindergärten wurden einfache Versuche zum Thema Licht-Farbe-Sehen und ein Stationenbetrieb für Optik - bei der die Kinder die Thematik für sich erleben konnten - durchgeführt. Für den Stationenbetrieb wurde ein altersgerechter Folder entwickelt.

In den Volksschulen gab es zu Beginn des Projekts fachlichen Input in Form von Experimenten und Exkursionen. Anschließend übernahmen die Volksschulkinder den Wissenstransfer in die Kindergärten und betreuten dort die Versuchsstationen. Ihre Rolle als Lehrende machte den Kindern großen Spaß und ganz nebenbei lernten sie durch das ständige Erklären sehr viel zum Thema. Auch die SchülerInnen der NMS sowie AHS erhielten eine Basiseinführung in die Thematik. Danach wurde für sie mit ExpertInnen, insbesondere mit einem Fotografen, das Thema plastisch erlebbar. Sie fertigten Porträtfotos von sich an.

Die Studierenden hielten für die Schulkinder in Versuchsstationen - die sie selbst aufbereiteten - Unterrichtseinheiten ab. Auch die Eltern der Kinder und Jugendlichen wurden in das Projekt miteinbezogen. Bei Eltern-Kind-Terminen besuchten sie gemeinsam die Sternwarte oder lösten zu Hause Fragestellungen. Die PädagogInnen lernten neueste naturwissenschaftsdidaktische Methoden (Forschendes Lernen) und Vermittlungszugäng (Peer-Mentoring) kennen, die sie in anderen Fächern wie Deutsch und Englisch umsetzten.

Highlights & Herausforderungen

Ein besonderes Highlight war der Besuch des selbständigen Fotografen Jimmy Lunghammer in den höheren Schulen. Sein Einblick in das Leben eines Fotografen erzeugte bei den Kindern enormes Interesse. Sie waren beeindruckt von den vielen verschiedenen Aufträgen des Fotografen und der Art, wie seine Bilder schlussendlich abgedruckt werden.

Die SchülerInnen durften selbst Fotos schießen, die der Fotograf wenig später den PädagogInnen zuschickte. Ein weiteres Highlight war die Abschlussveranstaltung, zu der alle beteiligten Klassen einen Beitrag lieferten - und für die Eltern und ExpertInnen die Breite des Projekts sichtbar machten.

Verwertung & Dissemination

Die Aktivitäten, die im Projektverlauf stattfanden, vermittelten ein pädagogisch-didaktisches Konzept und ermöglichten Vernetzung mit Bildungs- und WissenschaftspartnerInnen, die im Anschluss ans Projekt weiter bestehen.

Naturwissenschaftliche und technische Inputs samt Theorie und Experimenten wurden den KooperationspartnerInnen als Arbeitsunterlagen und Methodensets zur Verfügung gestellt. Gestärkt durch diese vielen Inputs gaben die PädagogInnen untereinander bzw. schulintern ihr Wissen weiter. Viele KollegInnen wurden während der Laufzeit neugierig und wollten selber auch einige dieser Elemente in ihren Unterricht einfließen lassen.

Zusammenfassung & Fazit

Das Projekt "Wissen schafft Durchblick - mit Linsen in fremde Welten" ermöglichte 222 Kindern und Jugendlichen - begleitet von drei Lehramtsstudierenden, 12 PädagogInnen und 18 ExpertInnen - verschiedenste Berufsbilder kennenzulernen. Ein Wissenstransfer fast ausschließlich über SchülerInnen war eine neue Lernerfahrung - für SchülerInnen wie PädagogInnen.

Darüber hinaus war es für die PädagogInnen spannend, die eigenen SchülerInnen beim Arbeiten zu beobachten - aus einer anderen Position als sonst - und sie konnten dadurch bis dahin nicht erkannte Fähigkeiten und Talente ihrer Schützlinge erkennen. Im Zuge des Projekts konnten durch dieses Projekt auch viele Bildungseinrichtungen miteinander und mit Betrieben vernetzt werden.

Projektbeteiligte

Projektleitung

Arge KIWI - Arbeitsgemeinschaft Kind und Wissenschaft

Projekt- und KooperationspartnerInnen

  • PASCH - Verein für Jugend, Beruf und Arbeit
  • Labor für Messtechnik Dr. H. Stabinger GmbH
  • Karl-Franzens-Universität – Fachdidaktikzentrum Biologie und Umweltkunde
  • Städtischer Kindergarten Ragnitz
  • Kinderhaus Gösting
  • Privatkindergarten Miteinander Lernen
  • Volksschule Berlinerring
  • Volksschule Viktor Kaplan
  • Volksschule Gösting
  • Neue Mittelschule St. Johann
  • Neue Mittelschule Andritz
  • Gymnasium und Realgymnasium Seebacher

Kontaktadresse

Arbeitsgemeinschaft Kind und Wissenschaft
Mag. Doris Nesitka
Tel.: +43 (676) 73 15 183
E-Mail: office@arge-kiwi.at