GET Gender II

Frauenförderung und Gender Mainstreaming bei GET

Güssing Energy Technologies (GET) ist ein unabhängiges Non-Profit Forschungsinstitut, das Grundlagen- und Auftragsforschung zur Nutzung erneuerbarer Energieträger und der Entwicklung neuer Prozesse, Verfahren und innovativer Systemkombinationen betreibt.

Die Forschungsbereiche konzentrieren sich auf das thermische Kühlen, den effektiven Einsatz von Fernwärme, biologische Treibstoffe, die Analyse von Kraft-Wärme-Kopplungen sowie von Haustechniksystemen.

Im Rahmen des FEMtech Karriere Projektes „GET Gender II" wurde bei der Güssing Energy Technologies GmbH Genderkompetenz aufgebaut, um konkrete Schritte in Richtung Gleichstellung aller Beschäftigten setzen zu können.

Ziele

  • Gender Mainstreaming nachhaltig in der Organisation verankern
  • Professionalisierung zum Thema Gender in Forschungsprojekten erlangen und eine Vorreiterrolle in diesem Bereich einnehmen
  • Genderkompetenz ausbauen
  • Positionierung als attraktiver Arbeitgeber und Arbeitsort für Forschende
  • Langfristig den Frauenanteil im Unternehmen erhöhen

Umsetzung

Im Jahr 2016 führte die Güssing Energy Technologies GmbH zunächst im Rahmen von „FEMtech Karriere-Check für KMU" eine Genderanalyse der Organisation durch und ernannte eine Gleichstellungsbeauftragte.

Das anschließende FEMtech Karriere Projekt setzte auf den Ergebnissen der Genderanalyse auf und richtete den Fokus stark darauf, Gender Mainstreaming dauerhaft in der Organisationsphilosophie zu verankern. So wurde unter anderem gemeinsam mit allen Mitarbeitenden im Rahmen eines Workshops ein gendersensibles Leitbild erarbeitet.

Das Wissen aller Mitarbeitenden wurde durch "blended learning" erweitert und eine gemeinsame Lernplattform als Wissensbasis aufgebaut. Des Weiteren wurden Check-Listen und Richtlinien für eine gendersensible Mediengestaltung und die Berücksichtigung von Gender Mainstreaming in Projekten erstellt. Dies zog eine Überarbeitung der PR-Materialien mit sich.

Ein weiterer wichtiger Projektinhalt war auch die Integration der Genderaspekte in die technischen Forschungsprojekte. Die dabei entwickelten Check-Listen helfen nun, Genderaspekte bei Forschungsprojekten zu berücksichtigen und sie automatisch in den Projektentstehungsprozessen mitzudenken.

Ergebnisse

Durch das Projekt wurden die Mitarbeitenden bezüglich Chancengleichheit und Gender sensibilisiert. Auch die Zusammenarbeit im Team hat sich durch das gemeinschaftliche Arbeiten verbessert.

Die Installation der Gleichstellungsbeauftragten trägt zu einer nachhaltigen Verankerung des Themas in der Organisation bei. Zu den Aufgaben dieser Funktion zählt unter anderem der Austausch mit Unternehmen und Netzwerken zu den Themen Gender Mainstreaming und faire Rahmenbedingungen.

Die im Rahmen des FEMtech Karriere Projektes erworbene Genderkompetenz und das gestärkte Selbstbewusstsein der Mitarbeitenden ermöglichten eine Teilnahme an Ausschreibungen der Programme FEMtech Forschungsprojekte und Laura Bassi. Ohne die durch FEMtech Karriere erworbenen Kenntnisse, hätten sich die Mitarbeitenden keine Einreichung bei diesen Ausschreibungen zugetraut.

Diversity wird in unserem Institut gelebt, weil alle Personen des Unternehmens darauf sensibilisiert wurden. Eine Verankerung entsprechender Methoden in den Prozessen unserer Institution war aber erst durch die Bereitstellung der FEMtech Ressourcen möglich.

Dr. Richard Zweiler (Geschäftsführung)