Erneuerbare Energie für Generationen

Kinder und Jugendliche erforschen und entdecken die Vorteile von erneuerbarer Energie aus der Region in Theorie und Praxis

Kurzbeschreibung

SchülerInnen wurden in diesem Projekt die Potenziale erneuerbarer Energie in der Region Pyhrn-Priel nähergebracht. Konkret wurden die Möglichkeiten, die die Nutzung erneuerbarer Energieformen für den regionalen Arbeitsmarkt bringen können, aufgezeigt. Sie lernten in Exkursionen bereits bestehende Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energie kennen.

Durch Vorträge von außerschulischen ExpertInnen wurde das Interesse der SchülerInnen an Naturwissenschaft und Technik geweckt, gestärkt und gefördert. Die Kinder und Jugendlichen lernten durch spielerisches Experimentieren den Umgang mit und die Grundlagen der erneuerbaren Energien.

Hintergrund & Ausgangslage

Die Pyhrn-Priel Region im südlichen Oberösterreich besteht aus neun Gemeinden. Sie ist mit 11.000 EinwohnerInnen eher dünn besiedelt. Wirtschaftlich dominieren in der Pyhrn-Priel Region die Sparten Gewerbe und Handwerk sowie der Handel und die Tourismuswirtschaft. Es gibt auch einige Industriebetriebe. Charakteristisch für die Region sind die hohe Anzahl an Sonnentagen und das reiche Vorkommen von Biomasse in Form von Holz sowie von Wasser. Die Nutzung von Wasserkraft in der Erzeugung von Strom besitzt in der Region eine lange Tradition.

Die Kinder bekamen durch das Projekt das Gefühl für die in der Natur vorkommenden Ressourcen. Sie erlebten Sonne, Wind und Wasser und ihre Verwendung als Energieträger. In den bestehenden Wasserparks bzw. in Wiesenbächen bauten die Kindergartenkinder unter Anleitung der SchülerInnen aus den beiden Hauptschulen einfache Wasserräder und erlernten damit die Nutzung der Wasserenergie in der Gegenwart.

Weiters erhielten sie einen Einblick in die Nutzung der Wasserenergie in der Vergangenheit, wie sie bei der Sensenherstellung und in Wassermühlen üblich war. Die SchülerInnen besuchten zwei alte Kraftwerke: das Kraftwerk Trattenbach in Spital am Pyhrn sowie das Kraftwerk im Sensenwerk Roßleithen.

Zusätzlich zur Nutzung der Wasserkraft experimentierten die VolksschülerInnen unter Anweisung der SchülerInnen der Polytechnischen Schule mit Windenergie und der direkten Nutzung der Sonnenenergie. Zusätzlich lernten die SchülerInnen die Möglichkeiten kennen, die ihnen die Techniken der erneuerbaren Energie in Form von neuen Berufen und Wirtschaftszweigen in Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft bieten.

Die am Projekt Beteiligen erhielten durch Vernetzung mit externen Fachleuten zusätzlichen Input in den Bereichen Fotovoltaik, Elektronik, Solar- und Steuerungstechnik. Die LehrerInnen entwarfen und bauten mit den SchülerInnen kleine Geräte und Maschinen, die fotovoltaisch betrieben werden.

Aktivitäten & Ergebnisse

Durch das Projekt wurde bei den LehrerInnen, Kindern und Eltern eine hohe Sensibilisierung zum Thema erreicht. Mehr als 800 Kinder und SchülerInnen kamen in der Region mit diesem Projekt in Berührung. Die Sensibilisierung manifestierte sich gerade bei den LehrerInnen in einem sehr großen Engagement. Darum wurde auch die Nachhaltigkeit der Aktivitäten durch die engagierte Weiterführung sichergestellt. Dabei kann nun auf viele im Projekt erarbeitete Unterlagen und auch Geräte zurückgegriffen werden.

Durch die sehr gute Öffentlichkeitsarbeit über lokale Medien, die Websites und die erstellten Filme, die besonders beim Abschlussabend großes Interesse hervorriefen, konnte eine sehr gute Präsenz in der Region und darüber hinaus erreicht werden. Die SchülerInnen führen mit Ihren Eltern die Themen weiter.

Die erstellten Unterlagen werden weiter im Unterricht verwendet und sind eine wertvolle Hilfe. Die erarbeiteten Baupläne für Werkstücke und auch die Versuchsabläufe können nun Jahr für Jahr immer wieder eingesetzt werden. Die Besuche des Welios wurden von den Kindern aller Altersstufen positiv aufgenommen. Oft wurde ein weiterer Besuch mit den Eltern außerhalb des Projekts durchgeführt. Die Bedeutung des richtigen Lüftens und der Einfluss des Sauerstoffgehaltes auf die Leistungsfähigkeit der SchülerInnen wurden eindrücklich demonstriert.

Highlights & Herausforderungen

Der Höhepunkt der Experimente war der Bau des Solarhauses und des Solarofens. Aber auch die vielen Wasser- und Windräder, die gebaut wurden, gaben besonders den kleineren Kindern einen guten Eindruck von der Möglichkeit der erneuerbaren Energie. Durch das Projekt gibt es nun eine Zahl an engagierten und durch die Schulungen gut ausgebildeten LehrerInnen. Weiterführende Projekte auf dem Sektor der erneuerbaren Energie wurden bereits in Angriff genommen.

Verwertung & Dissemination

Im Rahmen des Projekts wurde eine eigene Website erstellt, die einen guten Überblick über die Aktivitäten bietet. Die einzelnen Presseberichte wurden auf der Vereins-Website "Energieautarke Region Pyhrn-Priel" im Pressespiegel veröffentlicht. Info-TV produzierte einen Film über das Projekt, der wochenlang auf dem Online-Portal einer Tageszeitung lief. Weiters wurden in lokalen und regionalen Medien 16 Berichte publiziert.

Zusammenfassung & Fazit

Die Schulungen wurden so aufbereitet, dass es für die LehrerInnen möglich war, die Inhalte kindergerecht weiterzugeben. Sie haben dabei mit Modellen und Versuchen gearbeitet, was sich für die Wissensweitergabe als Vorteil erwies. Besonders gut funktionierte das TutorInnen-System: Die dafür ausgebildeten SchülerInnen der Hauptschulen waren mit Begeisterung dabei und gaben geduldig ihr Wissen an die Jüngeren weiter.

Das gemeinsame Basteln vertiefte das weitergegebene Wissen und verstärkte den nachhaltigen Effekt. Das vermittelte Wissen wurde mit den Eltern besprochen. Die Exkursionen ermöglichten den Kindern und SchülerInnen, Firmen, Kraftwerke und andere wichtige Stätten der erneuerbaren Energie zu besuchen. Besonders wichtig waren die Besuche des Welios in Wels.

Publikationen

Hauptschüler präsentieren neue Energieformen

Projektbeteiligte

Projektleitung

Energieautarke Region Pyhrn-Priel

Projekt- und KooperationspartnerInnen

  • Lotus Technikleistungen
  • DETEC GmbH
  • Xolar GmbH
  • EEE (Europäisches Zentrum für erneuerbare Energie Güssing)
  • Caritas Kindergarten Windischgarsten
  • Volksschule Windischgarsten
  • Hauptschule I Kirchfeld Windischgarsten
  • Hauptschule II Römerfeld Windischgarsten
  • Polytechnische Schule Windischgarsten
  • Technologie- und Innovationszentrum Kirchdorf GmbH (Regionalmanagement Steyr-Kirchdorf)